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Die Vermessungskarte in der Tour wurde mit freundlicher Genehmigung entnommen: Murgg, Werner: Burgruinen der Steiermark. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Bodendenkmale, in Zusammenarbeit mit dem Verlag Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., Wien/Horn, 2021
Kurzbeschreibung
Burg-Ruine Alt-Leonroth – der Vorgängerbau von Neu-Leonroth. Um 1200 erbaut und seit wahrscheinlich über 500 Jahren dem Verfall preisgegeben. Und so ist von dieser ehemaligen Höhen-Burg heute kaum mehr etwas zu sehen. Ein paar Mauerreste der Ringmauer mit ein paar Schießscharten für Armbrüste, ein im Norden erkennbarer sogenannter Halsgraben – mehr ist heute nicht mehr vorhanden. Ursprünglich diente sie zur Bewachung der alten Straße auf die Pack. Diese wurde aber bereits im ausgehenden Mittelalter verlegt und die Anlage damit unnötig. Abgelöst wird sie dann von der Burg Neu-Leonroth wenige Kilometer entfernt und von der heute viel mehr erhalten ist.
Geografische Lage & Zugänglichkeit
Alt-Leonroth ist frei zugänglich und kleine Holzschilder weisen sogar den Weg. Leicht zu finden ist sie trotzdem nicht.
Ruine Henneberg oder Henneburg ist eine sehr versteckt liegende und sehr kleine Ruine bei Deutschfeistritz bzw. Übelbach. Viel ist nicht erhalten. Was daran liegt, dass diese Wehranlage (erste Erwähnung 1145) bereits 1319 wieder aufgegeben wurde. Genug Zeit für das fast vollständige Verschwinden. Erkennbar ist die Bauepoche auch an der Art der Mauern. Im Gegensatz zu späteren Bauwerken, wurden Mauern wie diese hier mit rechteckig behauenen regelmäßigen Steinquadern hochgezogen. Später verzichtete man auf diese aufwändige Art und verwendete einfach unregelmäßig geformte Bruchsteine.
Interessant ist, dass diese romanische Anlage – weil eben so früh wieder verlassen – nie umgebaut wurde. Ein eher seltenes Beispiel also, für eine romanische kleine Burg aus dem Hochmittelalter – der Blütezeit der Ritter und Minnesänger und die Zeit eines allgemeinen Aufschwunges. Besser erhaltene Burganlagen wurden üblicherweise der nachfolgenden Bauepoche entsprechend gotisch umgestaltet und ausgebaut. Und ab und an noch weiter in Richtung Barockzeit, falls die Anlage noch bewohnt und genutzt wurde.
Sichverbindung bestand zu den Burgen Pfannberg und Peggau.
Wie diese nun mehr oder weniger verschwundene Burg ausgesehen haben mag? Ein virtueller Besuch von Ruine Waldstein lohnt sich dafür.
Die Vermessungskarte in der Tour wurde mit freundlicher Genehmigung entnommen: Murgg, Werner: Burgruinen der Steiermark. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Bodendenkmale, in Zusammenarbeit mit dem Verlag Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., Wien/Horn, 2021
VR-Brillen-geeignet (z.B. Quest 3)
Die heutige Ruine besteht aus kaum mehr als ein paar Mauern – und so fühlt sich die virtuelle Tour eher wie ein Waldspatziergang an. Aufgenommen wurden die Bilder im Juni 2024.
Ansichten
Die wenigen Reste der Hennburg 2024. Hier der am besten erhaltene Teil – der nach Süden ausgerichtete Abschnitt der Ringmauer. In der Regel gib es hier auf dieser Website noch die übliche ältere Darstellung um 1680 von Georg Matthäus Vischer, der unter anderem alle nennenswerten Wehranlagen in der Steiermark bildhaft darstellte. Die Henneburg fehlt – sicher deshalb, weil bereits damals schon lange eine Ruine und nicht weiter von Bedeutung.
Kleine Informationen zur Bausubstanz sind im virtuellen Rundgang (wie üblich am besten am PC und mit Kopfhörern oder noch besser mit VR-Brille) an manchen Ecken angebracht. Für nähere Informationen zur Geschichte und dem Bau dienen die Webverweise weiter unten. Der Rundgang umfasst so gut .
Die Vermessungskarte in der Tour wurde mit freundlicher Genehmigung entnommen: Murgg, Werner: Burgruinen der Steiermark. Herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Bodendenkmale, in Zusammenarbeit mit dem Verlag Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., Wien/Horn, 2021
Kurzbeschreibung
Besucht man die Burg-Ruine Neu-Leonroth zur richtigen Zeit – Frühling bei sonnigem warmen Wetter – darf man sich überraschen lassen von diesem romatisch und verwunschen wirkenden Ort. Fast schon märchenhaft rankt sich an allen Mauern dicht an dicht Efeu hoch, schmale lichte Waldpfade führen durch die Anlage, der Waldboden ist grün bewachsen, Farne ragen dazwischen empor. Die Ruine ist frei zugänglich ohne Beschränkung.
Sie löste anno dazumal die Vorgängerburg Alt-Leonroth ab von der heute kaum mehr etwas erhalten ist. Sie kann aber auch virtuell erkundet werden auf dieser Seite.
Es ist nicht genau bekannt, wann sie erbaut wurde, wahrscheinlich um 1300. Sie verfällt seit dem 17ten Jahrhundert.
Historische Ansichten
Neu-Leonroth 2024. Hier abgebildet die Wehranlage des Haupttores und der Graben vor der nördlichen Ringmauer.Die Burg um 1680 nach Georg Matthäus Vischer. Die Darstellung wird der Anlage nicht wirklich gerecht. Zu klein erscheint sie. Die ausgedehnte spätgotische Vorburg (links im Bild) ist hier eher wie ein größerer Garten abgebildet. Ein Halbrundturm der nördlichen Vormauer und deren Graben (vorne im Bild) fehlen ebenso wie der rechts dem Hauptgebäude vorgelagerte Halsgraben. Das Haupttor schließt auch nicht direkt an die Hauptburg an, sondern ist mit ihr über eine steil den Hang hochgehende Wehrmauer verbunden. Der Grund dafür ist aber nicht ein späterer Ausbau nach 1680. Denn zu jener Zeit war die Festung zwar noch intakt aber möglicherweise bereits verlassen. Mit anderen Worten – die Proportionen und viele Details sind nicht stimmig. Der Gebäudeteil am rechten Ende (West) mit der Schmalseite zum Betrachter ist die Hauptwohneinheit, links hinten anschließend wäre die Kapelle zu verorten.