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Burgstall Helfenstein

Virtuelle 360°-Panorama-Tour zu und durch den Burgstall der völlig verschwundenen kleinen Burg Helfenstein in der Umgebung von Graz.
Geeignet für PC, Smarthphone, Tablet und VR-Brille (z.B. Quest 3).

Die virtuelle Tour

Start VR-Tour zum Burgstall Helfenstein

Die Aufnahme des Bildmaterials fand im Oktober 2026 statt. Wer es etwas immersiver mag, Lautsprecher oder Kopfhörer verwenden. Eines vorweg: es ist von der Burg nichts erhalten und die Tour ist damit ein virtueller Waldspaziergang. Wer sich den etwas mühsamen Weg dorthin ersparen will, dem ist damit gut gedient.

Icon Castle

Kurzbeschreibung

Über die Burg Helfenstein lässt sich so zumindest eines ganz klar sagen:
Von ihr ist nichts, also wirklich exakt gar nichts, nicht einmal klare Geländestrukturen wo sie einst stand erhalten oder erkennbar.

Ihre Lage am Hang des Gsollerkogels nördlich von Gratwein in der Nähe des Freilichtmuseums Stübing ist nur noch mehr oder weniger schriftlich festgehalten. Der Felsen auf dem die kleine Festung einst stand und vom Talboden aus gut zu sehen ist, bietet sich aber als der einzige Ort an. Und so ist wenigstens die Lage einigermaßen als gesichert anzunehmen.

Die Burg wurde wahrscheinlich um 1238 errichtet und schon wenige Jahre später 1242 zerstört. Es konnte sich also kaum eine nennenswerte Struktur um sie herum ausbilden wie über die Zeit befestigte Wege oder das ein oder andere Wirtschaftsgebäude. Also sind auch davon keine Spuren zu erwarten.

Zerstören ließ sie der letzte Babenbergerherrscher Friedrich II von Österreich, auch Friedrich der Streitbare genannt und seines Zeichens Herzog von Österreich und der Steiermark. Weil er gerade eben auch Streit hatte mit einem anderen Friedrich II – dem Staufen-Kaiser des Heilig-Römischen-Reichs Friedrich II. Und die Besitzer der Burg waren damals dem Kaiser mehr zugetan als dem Herzog. Was dem Streitbaren Anlass genug gewesen zu sein scheint.

Beschreibung auf wehrbauten.at

Auf der nicht mehr vorhandenen Website www.wehrbauten.at war folgender Text zu lesen:
Die kleine Burg dürfte zwischen 1236 und 1239 von „Otakar II de Grätz“ errichtet worden sein. Ottokar von Graz hatte Helfenstein als salzburgisches Lehen inne. Im Streit zwischen Kaiser Friedrich II und Herzog Friedrich II von Österreich und Steiermark verliert Ottokar als Anhänger des Kaisers sein Burggrafenamt.
Herzog Friedrich II ließ 1242 die Burg zerstören und schenkte dem Kloster Rein die salzburgischen Lehensgüter die Ottokar II inne hatte. Er bittet Erzbischof Eberhard II von Salzburg als Lehensherrn, diese Schenkung dem Kloster zu bestätigen. 1243 wurde die Schenkung vom Erzbischof bestätigt. Der Historiker Hans Pirchegger schrieb 1923, dass die Burg Helfenstein 1242 zerstört wurde, da sie 1238 illegal erbaut worden war.

Schenkungsurkunde Herzog Friedrich II von Österreich an das Kloster Rein.
Herzog Friedrich II von Österreich und I von Steiermark schenkt dem Kloster Rein den Grund der von ihm zerstörten Burg Helfenstein mit Zubehör (zwischen Stübing und Gratwein), die Ottokar von Graz als salzburgische Lehensgüter inneghabt hatte und bittet den Erzbischof Eberhard II von Salzburg als Lehensherrn, diese Schenkung dem Kloster zu bestätigen.

Kaiser Friedrich II konnte seinerzeit aber mit einer anderen und ganz besonderen Burg sich brüsten:
Dem berühmten Castel del Monte in Apulien mit ihrem achteckigen Grundriss die auch als Vorbild im Film und dem Roman von Umberto Eco „Der Name der Rose“ diente.

Trotz alldem ist es etwas verwunderlich, dass heute nicht ein einziger eindeutiger Hinweis der zerstörten Burg zu finden ist. Außer eben die ausgezeichnete Lage über dem hohen Felsen auf einem Felssporn der nach drei Richtungen steil oder senkrecht abfällt. Mit hervorragendem Blick in das Murtal. Und somit und weil sich in den alten Aufzeichnungen nichts darüber erhalten hat, ist das Aussehen von Helfenstein unbekannt.

Und damit ist die Tour ein virtueller Waldspaziergang und lädt dazu ein, sich selbst Gedanken zu machen ob das kleine Plateau am Fels künstlich geebnet und ein oder zwei kleine Schutzgräben (Halsgräben) künstlich angelegt worden sind.
Heute (2026) ist nicht einmal ein klarer Zustieg erkennbar und man muß sich, will man den Ort besuchen, den Weg dorthin selbst suchen.

Icon Castle

Geografische Lage

Der Ort ist zwar frei zugänglich, aber hinfinden muss man selber. Weder ein Weg noch ein Hinweisschild ist vorhanden. Am einfachsten ist es, sich über den östlichen Bergrücken hinauf sich zum gut erkennbaren senkrechten Fels durchzukämpfen.

Weblinks

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